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Shokupan-Toast mit Germ

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Eine Variante des fasrigen japanischer Toasts mit Germ. Das Rezept gleicht sonst stark dem Shokupan mit Lievito Madre. Auch hier sind die Zutaten, die Zubereitung und das Formen der Schlüssel zu einem echten Premium Toast.
Kategorie: Brot
Küche: Japanisch
Teigausbeute 171
Kalorien/Stück 3000
Gesamtdauer 10-11h
Backtagdauer 9
Backdauer 50 minutes
Backtemperatur 180°
Mengenangaben für 1 Stück

Zutaten 

Tangzhong (Kochstück)
  • 125 g Milch
  • 25 g Manitoba Tipo 0
Hauptteig
  • 320 g Wasser (eiskalt)
  • 380 g Weizen W700 (D550)
  • 220 g Manitoba Tipo 0
  • 75 g Schlagobers (Sahne)
  • 25 g Magermilchpulver
  • 9 g Germ (Hefe)
  • 45 g Zucker
  • 5 g Honig
  • 14 g Salz
  • 40 g Butter

Schritt für Schritt Anleitung

Vorteig

  1. Am Backtag am Vormittag (ca. 8:00-9:00)
    Kochstück vorbereiten
    Dazu in einem Topf die 125 g Milch erwärmen und 25 g Manitoba Tipo 0 mit einem Schneebesen gut einrühren. Ab etwa 65° wird die Mischung deutlich fester. Nicht weiter aufkochen lassen sondern Topf von der Platte nehmen und noch kurz weiter gut rühren.
    Mit Klarsichtfolie an der Oberfläche abgedeckt gut auskühlen lassen und vor dem Kneten im Kühlschrank gut abkühlen.

Hauptteig

  1. Am Vormittag (ca. 11:00)
    (Im Sommer den Teigtrog vorab gut kühlen oder kalt auswaschen).
    Zuerst nur die 380 g Weizen W700 (D550), 220 g Manitoba Tipo 0 mit 320 g Wasser (eiskalt) für etwa 2-3 Minuten langsam mischen bis keine trockenen Stellen mehr sichtbar sind und 20-30 Minuten zugedeckt zur Autolyse stellen (in einem möglichst kühlen Raum und nicht zu lange).
  2. Nach der Autolyse das gut abgekühlte Kochstück und weitere Zutaten (75 g Schlagobers (Sahne), 25 g Magermilchpulver, 9 g Germ (Hefe), 45 g Zucker, 5 g Honig) außer Salz und Butter schrittweise zugeben. Für 6-7 Minuten auf Stufe 1 kneten und noch etwa 8-10 Minuten auf Stufe 2 bis der Teig geschmeidig ist. Die 14 g Salz zugeben und noch 2-3 Min. weiterkneten. Erst dann langsam die 40 g Butter (Zimmertemperatur) stückweise einarbeiten über ca. 3 Min. und weitere 3-5 Minuten sehr gut auskneten bis der Fenstertest hauchdünn gelingt.
    Die Teigtemperatur sollte am Ende trotzdem möglichst bei nur 24-25° liegen!
  3. In einer geölten Wanne zugedeckt 75-90 Minuten bei 24-25° gehen lassen. Nach 30 Minuten sanft dehnen und falten.
    Ziel ist (nur) 60-70% Volumenszunahme!

Formen

  1. Am frühen Nachmittag (ca. 13:30)
    Nach der Stockgare den Teig aufteilen (3 Stück pro Form) und nur sanft mit einer Spatel kreisend auf einer nur minimal geölten Küchenplatte rund formen. 15-20 Min. zugedeckt entspannen lassen.
  2. Die Teiglinge sanft ca. 20x25cm oval ausrollen, längsseits von links und rechts zur Mitte falten und noch einmal länglich ausrollen auf ca. 12x20cm. Danach über die kurze Seite mit nur ein wenig Spannung zusammenwickeln (ohne dass der Teigling reißt und auch nicht wie ein Kipferl mit Druck zusammenrollen).
  3. Mit der offenen Seite zur Formwand nebeneinander in die Form setzen.
    Stückgare für etwa 70-90 bei 26-28° nur mit einem Tuch abgedeckt aufgehen lassen. Auf jeden Fall warten bis der Teig bis auf etwa 1-2 cm unter den Formrand aufgegangen ist!

Backen

  1. Spätestens 60 Minuten nach dem Formen
    Backrohr mit oder ohne Backstein auf 190 °C vorheizen
  2. Nach der Stückgare bei einer Pullman-Form den Deckel schließen und den Toast bei 180 °C für 50-55 Minuten gut ausbacken.Die Kerntemperatur sollte 96-97° erreichen sonst wird er zu weich.
  3. Sofort aus der Form nehmen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen
    Eventuell bei noch zu weichem Toast für 3-5 Minuten am Gitterrost noch einmal in offene Backrohr und möglichst erst nach 2-3 Stunden anschneiden
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Tipps und Tricks

Lievito Madre:
Der relativ hohe pH-Wert ist eine wichtige Voraussetzung für eine gute Hefeaktivität und die Ausbildung der typischen faserigen Struktur.
Für eine Variante ohne Lievito Madre die Germmenge von 2g auf 8-10g erhöhen, etwas mehr Mehl nehmen und die Wasserzugabe um ~10% auf 330g erhöhen. Die Garzeiten bleiben gleich - einfach mit der Autolyse beginnen.
Autolyse
Der Teig ist anfangs sehr trocken - langsam gut mischen und eventuell mit der Hand zusammenkneten damit keine Mehlinseln überbleiben. Beim Zugeben der restlichen Zutaten darauf achten, dass sich keine Brocken bilden. Vor allem den Lievito in kleinen Stücken zugeben und immer wieder den Teig zusammenrühren - nach ein paar Minuten wird der Teig schön vermischt.
Magermilchpulver und Obers
Schlagobers und vor allem das Magermilchpulver tragen einen erheblichen Teil zum Charakter des Brotes bei.
Magermilchpulver (nicht die Babynahrung!) ist in gut sortierten Lebensmittelmärkten erhältlich (etwa von 'Maresi').
Butter
Beim Kneten erst zugeben wenn das Glutengrüst komplett aufgebaut ist und der Teig geschmeidig ist - das kann auch einige Zeit dauern!
Portionsweise zugeben und immer warten bis Stücke gut eingearbeitet sind.
etwa 18° sind gute Temperatur, damit die Stücke sich schon leichter einkneten lassen aber auch noch nicht zu schmierig sind.
Gardauer
Shokupan-Teig ist reichhaltig - damit kann er nicht von einer langen Gardauer etwa über Nacht profitieren, weil sich dann schon das Glutengerüst wieder abbaut und der Ofentrieb schwächer ausfällt.
Die wattige, faserige und gleichmäßige Krume entsteht hauptsächlich in der Stückgare, nicht in der Stockgare. Für Übernachtgare sollte man ein Ei zur Stabilisierung dazu geben.
Formen
Das Ausrollen und Falten ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Fasrigkeit. Beim Formen die Arbeitsplatte, den Teigling und das Rollholz ganz leicht bemehlen. Aber nur so viel, dass nichts klebt. Nach dem Ausrollen sollte man keine Mehlschichten auf dem Teig sehen. Der Teigling sollte auch nicht zu straff gewickelt werden. Besser ist erste Wicklung straff setzen, danach mit den Fingerspitzen nur leicht anlegen und jede Umdrehung sanft festziehen. Nicht nach unten pressen und eher "wickeln" als dass man rollen.
Form und Teigmenge
Für klassischen Shokupan am besten eine 'Pullman'-Kastenform nehmen. Die sind etwas massiver als Kuchenformen, haben einen dichten Deckel und sind vor allem höher (12-13cm). Dem Teig bleibt so mehr Raum zum Aufgehen. Damit bekommt man einen schön eckigen Kaku-Shokupan (角食パン).
Eine klassische Kuchenform ist meist zu niedrig und zu schmal - aber natürlich auch möglich. Dann aber Mengen reduzieren je nach Form und kürzer backen!
Eine Holzkastenform eignet sich für Shokupan übrigens weniger: der eher reichhaltige Teig wird darin zu langsam erhitzt und damit eher zu dicht.
Geschlossen oder offen backen
Statt der 'eckigen' Form (dem Kakugata Shokupan, 角型食パン) gibt es auch die offene Variante ('Bergform', Yamagata-Shokupan, 山食パン). Dafür etwa 10% weniger Teig herstellen. Beim Formen muss man auch nicht die straffen Zylinder rollen, sondern kann auch sachte langformen. Bei der Endgare etwas länger warten bis Teig etwa 1-2cm über Rand ragt. Beim Backen am Beginn wenig Schwaden einsetzen, aber nach 5-6 Min. schon ablassen. Mit nur 175-180° etwa 40-45 Min. backen - ev. abdecken gegen Schluss.
Backstein - Backdauer
Ein Backstein ist bei Shokupan nicht notwendig. Die Backzeit verlängert sich ohne Stein um ein paar Minuten. Wenn möglich empfiehlt sich ohnehin die Kerntemperatur zu messen.  Der Toast benötigt innen recht lange zum Durchbacken und entwickelt erst am Schluss eine Feste Kruste. Die Kerntemperatur sollte daher bei 96-97° liegen. Eventuell sollte man beim offenen Backen gegen Ende oben mit Papier abdecken
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Madame Crousto: Knuspriges Sauerteigbrot auf einer Holzunterlage.

Madame Crousto (groß)

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Das Rezept für dieses ganz besondere Brot der Weinviertler Bäckerei Öfferl kann man mittlerweile vielerorts finden. Es erfreut immer wieder mit seiner knusprigen Kruste, dem intensiven, aromatischen Geschmack und der weichen, luftigen Krume.
Der Teig ist sehr weich und feucht und verlangt etwas Mut bei der Bearbeitung - und er birgt auch ein gewisses Risiko einmal nicht ganz so luftig aufzugehen. Ich habe daher einen Teil Manitoba für mehr Stärke genommen. Das Dinkelmehl ist nur so eine Idee von mir und reine Geschmacksache - kann auch einfach durch W700 ersetzt werden.
Der Zeitplan ist etwas herausfordernd - bietet aber leider nur wenig Spielraum, wenn alles nach Plan laufen soll. Auch auf die Temperaturen sollte man achten - gerade Roggenbrot liebt eher warmes Ambiente. Das Brot eignet sich perfekt zum Backen im Gußeisentopf. Die Menge ist für einen großen Topf mit 28cm Durchmesser berechnet. Bei kleineren Töpfen daher entsprechend anpassen!
Teigausbeute 190
Gesamtdauer 35h
Backtagdauer 4h
Backtemperatur 250°-215°

Zutaten 

  • 30 g Wasser (30°)
  • 9 g Sauerteig Anstellgut
  • 30 g Roggenvollkorn
  • 50 g Wasser (35°)
  • 66 g Sauerteig 1. Stufe
  • 50 g Roggen R960
  • 175 g Wasser
  • 60 g Roggenvollkorn
  • 325 g Wasser (20-25°)
  • 330 g Weizen W700
  • 70 g Dinkel D700
  • 100 g Manitoba Tipo 0
  • 3 g Germ (Hefe)
  • 15 g Salz

Schritt für Schritt Anleitung

Vorteige

    Sauerteig 1. Stufe

    1. Am Vortag um etwa 6:00
      Die 30 g Wasser (30°) mit den 9 g Sauerteig Anstellgut und 30 g Roggenvollkorn in einem kleinen Marmeladeglas gut verrühren und und zugedeckt 12-13 Stunden bei 26-28° gehen lassen.

    Sauerteig 2. Stufe

    1. Am Vortag abends (ca. 18:30)
      Für den Vollsauer 50 g Roggen R960 und 50 g Wasser (35°) zu erster Stufe mischen und noch 3 Stunden zugedeckt bei 25-28° reifen lassen.

    Kochstück

    1. Gleich nach dem Ansetzen der 2. Stufe
      In einem kleinen Topf 60 g Roggenvollkorn mit einem Schneebesen in 175 g Wasser unter Rühren auf über 65° erhitzen und die gelartig feste Masse noch ein wenig weiter rühren. Mit Frischhaltefolie abdecken und 3 Stunden abkühlen lassen.

    Hauptteig

    1. Am Vortag spätabends ca. 21:30
      Alle Zutaten außer Salz, also die 325 g Wasser (20-25°), 330 g Weizen W700, 70 g Dinkel D700, 100 g Manitoba Tipo 0 und die 3 g Germ (Hefe)für 10 Min. auf Stufe 1 kneten. 15 g Salz dazu und 5-10 Min. auf Stufe 2 weiter kneten bis der Teig sich beginnt vom Rand zu lösen (Teigtemperatur am Ende sollte bei 25-26° liegen)
    2. Teig in einer geölten Wanne zugedeckt ca. 45 Minuten bei Raumtemperatur gehen lassen.
    3. Einmal dehnen und falten und anschließend für 12-18 Stunden in den Kühlschrank (4-6°).

    Formen

    1. Am Backtag am frühen Nachmittag (ca. 13:00)
      Die Teigwanne aus dem Kühlschrank nehmen und ~60 Min. aklimatisieren lassen.
    2. Auf einer leicht mit Roggenmehl bestreuten Küchenplatte den Teig vorsichtig nur 5-6x rundwirken. Mit dem losen Schluss nach unten in bemehlten Korb legen.
      Bei Raumtemperatur 80-100 Minuten gehen lassen

    Backen

    1. Etwa 40-50 Minuten nach dem Formen
      Rechtzeitig Gußeisentopf im Ofen auf 260° vorheizen
    2. Laib mit Schluss nach oben vorsichtig in den Topf legen und 25 Min. mit geschlossenem Deckel bei 250° anbacken.
      Deckel entfernen und 20-25 Min. bei 215° schön braun fertig backen.
      Vor allem bei einem großem Brot darauf achten, dass es gut durch ist.
    3. Auf einem Gitterrorst auskühlen lassen.
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    Tipps und Tricks

    Teigmenge und Topfgröße
    Die Teigmenge dieses Rezeptes ist für einen recht großen Topf mit 28cm Durchmesser so berechnet, dass das Brot den Topf gut ausfüllt. Bei anderen Topfgrößen die Mengen entsprechend anpassen! 
    Das Brot sollte allerdings nicht viel zu klein für den Topf sein, damit es nicht im Topf zerfließt oder nicht genug Dampf produziert. Wenn es zu groß ist besteht allerdings die Gefahr, dass es am Topfrand anstößt, was auch nachteilig ist.
    Sauerteig
    Wenn ihr keinen Roggensauerteig vorrätig habt könnt ihr auch gut Weizenanstellgut verwenden. Durch das Roggenmehl bei den beiden Ansätzen wird der Sauerteig genügend umgestellt.
    Temperaturen
    Bei der Entwicklung des Sauerteiges ist vor allem im Winer eine warme Umgebung wichtig (26-28°). Auch danach eher warm (25-26°) gehen lassen.
    Manitobamehl
    Der Anteil von Manitoba sorgt für mehr Stabilität - aber nicht zu viel verwenden, damit Geschmack und Textur nicht leiden.
    Wenn nur W700 verwendet wird, eventuell 5-10% weniger Wasser nehmen damit der Teig etwas fester wird.
    Rundformen
    Beim Falten der Laibe ganz vorsichtig vorgehen und wirklich nur ein paar Mal einschlagen, damit es grobporig, luftig bleibt und die Kruste nachher noch schön aufspringen kann
    Stockgare
    Umso länger das Brot über Nacht in den Kühlschrank kommt, umso kürzer sollte es vorher Zeit bekommen anzuspringen.
    Backen ohne Topf
    Ohne Topf besteht ein höheres Risiko, dass euch der Teigling etwas breit läuft. Daher solltet ihr zumindest einen Backstein verwenden und genügend lang und hoch vorheizen (260-270°). Beim Anbacken ordentlich Dampf geben und auch nach 20-25 Min. den Dampf ablassen und auf 215° reduzieren.
     
    [brot-zeitplan]